Volksmund:Gundelrebe, Soldatenpetersilie, Totenkraut, Gewitterblume,Buldermann,Erdefeu,Zickerskräutlein,Donnerrebe.

Pflanzenfamilie: Lippenblütler=Lamiaceae.

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe

Wirkung und Anwendung: entzündungshemmend, harntreibend, stoffwechselfördernd, schleimlösend, schlechtheilende Wunden, chronischer Schnupfen, chronischer Husten,

Verwendung: Tee,Smoothie,Suppe, Salat, Tinktur, für Bäder,Naturkosmetik, Wundöl.

Magisches und Mystisches: Das Wort ‚Gund‘ stammt aus dem Germanischen und bedeutet soviel wie Eiter. Mit der Gundelrebe wurden früher eitrige Wunden behandelt und dafür wird sie auch noch in der heutigen Naturheilkunde verwendet.Im alten germanischen Glauben gehörte der Gundermann dem Donnergott Thor. Deswegen glaubte man auch später noch, die Pflanze könne vor Gewitter und Blitzschlag schützen. Im Mittelalter verwendete man die Pflanze als Schutz gegen Hexen und schwarze Magie, besonders beim Melken von Kühen. Mit einem Blumenkranz aus Gundermannpflanzen auf dem Kopf, die man in der Nacht zum 1. Mai pflücken musste, konnte man Hexen an ihrem Blick erkennen. Auch sollte ein Zweig der Pflanze, den man bei sich trug, einen davor beschützen, von Feen geraubt zu werden. Der Name "Steinumwickler" kommt wohl daher, dass der Gundermann bei allerlei Steinleiden hilft, so z.B. bei Leberleiden, Nierenleiden und Blasenleiden. Zudem löst der Gundermann auch die Harnsäure.

Gundermann (Glechoma hederacea)

 

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