Volksmund: Blutkraut, Frauenkraut, Gartheil, Hartenaue, Hergottsblut, Jageteufel, Jesuswundenkraut, Johannisblut, Mannskraft, Teufelsflucht.

Pflanzenfamilie: Hartheugewächse=Hypericaceae

Inhaltsstoffe:Hypericin, Gerbstoffe, ätherische Öle, Pseudo-hypericin, Hyperforin, Flavonoide, Xanthone .

Wirkung und Anwendung: abschwellend, antibakteriell, beruhigend, blutbildend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend,Konzentrationsstörungen,  Wechseljahrsbeschwerden, Gallenblasenerkrankungen, Gliederschmerzen Wunden, Sensible Haut,Angstzustände.

Verwendung: Tee, Salben, Bäder,Tinktur, Naturkosmetik.

Magisches und Mystisches: In Irland ist das Heilkraut auch heute noch unter dem Namen St. Johns Wort bekannt. Außerdem gab es den Brauch, unter striktem Schweigen in der Johannisnacht einen Strauß aus 7 oder 9 Blumen zu pflücken, damit diese, unters Kopfkissen gelegt, im Traum den Bräutigam erscheinen lassen.Im Mittelalter verwendete man das Johanniskraut, um den Teufel zu vertreiben. Der Sage nach stammen die kleinen Löcher im Blatt des Johanniskrauts vom Teufel, der aus Bosheit über die Macht, die dieses Kraut über böse Geister und über ihn selbst besaß, die Blätter mit Nadeln zerstochen haben soll.Kränze aus Johanniskraut wurden früher über die Hausdächer geworfen und schützte dann vor Teufeln und Dämonen, Blitzschlag und Feuer. Man hängte auch getrocknete Büschel im Hause auf, um diese bei Gewitter zum Schutz vor Blitzschlägen im Herd zu verbrennen.Es musste möglichst in der Johannisnacht (24. Juni) geerntet werden, um seine volle Kraft zu entwickeln.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

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